REBIRTH

Die Werkreihe REBIRTH manifestiert das Prinzip der Wiederverkörperung als zentrales Motiv der Transformation. Sie hinterfragt den Wert und die Wahrnehmung des Alltäglichen, des Übersehenen und des als nutzlos Erklärten – insbesondere von Abfall –, indem sie diese Elemente durch eine konzeptionelle Inszenierung aufwertet und in einen neuen Bedeutungszusammenhang stellt.

Mein künstlerischer Ansatz basiert auf einer fotografischen Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Teil und Ganzem: Das Fragment fungiert dabei nicht nur als ein Überbleibsel oder eine Spur des Ursprünglichen, sondern als dessen Essenz, Stellvertreter und narrative Verdichtung. In diesem Spannungsfeld wird das Unvollständige nicht als Defizit, sondern als ästhetische und erkenntnisfördernde Kraft begriffen.

 

Durch die bewusste Neuordnung und Rekontextualisierung dieser Bruchstücke entsteht eine Bildsprache, die sowohl sinnlich als auch intellektuell erfahrbar ist. Die Ästhetik des Fragments wird so zu einem Medium der Reflexion über Vergänglichkeit, Kontinuität und die schöpferische Potenz des Wandels.